Musik & Theater
MuTh

Trotzdem
Patoczka

* abgespielt

Ausstellung im MuTh von von 18. März bis 18. April 2016

Günther Patoczka 1956 – 2015

Von seiner Ausbildung am Mozarteum in Salzburg kommend, war Patoczka gelernter Bühnenmaler und Kostümbildner. In diesem Bereich arbeitete er auch erfolgreich an den wichtigsten Bühnen Europas. Doch seine „eigene“ Kunst ließ sich nicht aufhalten und so entwickelte er über die Jahre, vom Realismus kommend, eine unverkennbare – eben seine – Arbeitsweise, die vielleicht etwas unvollständig als „expressives Informell“ zu beschreiben wäre. Was von der Bühnenmalerei geblieben war, war das meisterliche Beherrschen des Handwerks und eine malerische Bildwelt, die immer um die Phänomene Raum, Farbe und Struktur kreiste und sich mit den Jahren zu einem beachtlichen Werk aufbaute. Günther Patoczka schuf weite, tiefe malerische Räume, spannte darin Netze aus grafischen Elementen und Strukturen, kontrastiert mit dem sparsamen Einsatz von reiner Farbe an sich, in unendlich erscheinenden Überlagerungen von einer großen Tiefenwirkung. Die oft expressiv eingesetzten Linien können bei ihm aber zugleich als Kanten, tektonische Bruchlinien im Raum gesehen werden. Hier an diesen Bruchlinien entsteht die Reibung und spürbar freiwerdende Energie in seinen Arbeiten. Seine Arbeiten sind von großer Dynamik geprägt, in langen Prozessen erkämpft und sie beschäftigen die Betrachterinnen und den Betrachter immer wieder aufs Neue. Aber gerade deshalb bleibend, spannend. Mit ihm hat uns eine große zeitgenössische Malerpersönlichkeit zu früh verlassen. Konsulent Meinrad Mayrhofer

Info-tel. +43 1 347 80 80
Am Augartenspitz 1
1020 Wien
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