Musik & Theater
MuTh

Liebe Freunde von Musik und Theater, liebe Besucher, liebe Unterstützer, liebes Publikum!

Do, 14. April 2016

Elke Hesse & Gerald Wirth

Elke Hesse & Gerald Wirth

Als ich dieser Tage von Ö1 die Gelegenheit bekam, mir zum Thema „Innehalten“ ein paar Gedanken zu machen, um diese dann in der Rubrik „Gedanken für den Tag“ den Ö1-Hörern schon am frühen Morgen mitzuteilen, fiel mir auf, dass der frühe Morgen vielleicht nicht unbedingt die beste Zeit ist, um über das Innehalten nachzudenken. Immerhin gilt es, das Tagewerk in Angriff zu nehmen und sich den anstehenden Herausforderungen zu stellen. Jetzt, da ich an meinem Schreibtisch sitze und an Sie, liebes Publikum, diese Zeilen richte, ist es wieder recht früh am Morgen und eine Menge Arbeit wartet. Ich will dennoch innehalten und noch einmal all die schönen Erlebnisse, die ich im letzten Jahr (und den Jahren davor) mit Ihnen hatte, vor meinem inneren Auge Revue passieren lassen.

Zum Beispiel jene Mutter, die ihre Tochter in einer wunderschönen Produktion im vergangenen Jahr zum ersten Mal auf der Bühne erleben konnte und als Mutter eigentlich Anspruch auf eine ermäßigte Eintrittskarte gehabt hätte. Sie hat aber unser Angebot schlicht abgelehnt und stattdessen mit Nachdruck darauf bestanden, den vollen Preis zu bezahlen. Dieses kleine Erlebnis zeigt nicht nur, dass unser Publikum unser wichtigster Unterstützer ist, es zeigt auch, dass es in einer Welt, die scheinbar nach den immer gleichen Mechanismen funktioniert, doch noch Momente gibt, die ein klein wenig anders sind, die zeigen, dass die Menschen eben doch klare Wertvorstellungen haben und auch zeigen wollen, dass für sie manches tatsächlich einen Wert hat. Solche Momente, und davon gibt es eine ganze Menge, die mir Abend für Abend quasi geschenkt werden, lassen mich jeweils innehalten und den Tag mit anderen Augen sehen. In gewisser Weise ist natürlich jede Aufführung eine Form des Innehaltens. Das ist ja das Schöne und das Besondere an einem Abend oder einem Nachmittag im MuTh. Und um diesen Aspekt noch einmal stärker herauszustreichen, haben wir Ihnen einen Zyklus zusammengestellt, der sich eben diesem Thema widmet, das Innehalten sozusagen thematisiert. Mehr dazu erfahren Sie im Inneren dieses Heftes, in dem wir uns auch sehr mit Ihnen, liebes Publikum, beschäftigt haben. Ich danke denjenigen, die sich netterweise für Fotos zur Verfügung gestellt haben. Weiters finden Sie auf den folgenden Seiten ein ausgesprochen vielseitiges Programm und alles über unsere Zyklen, die sich in diesem Jahr noch mehr Genres öffnen, so dass man auch sagen kann, wir werden immer „muthiger“.

Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit Ihnen bei uns im MuTh
Ihre Elke Hesse