Musik & Theater
MuTh

(c) Armel Opera Festival

Csaba Horváth – Marcell Dargay: Away, No Matter Where
Eine musikalische Theateraufführung nach Monteverdis Stück „Der Kampf zwischen Tancredi und Clorinda” und den Schriften von Sándor Tar

* abgespielt

Eine gemeinsame Produktion von Forte Ensemble, Trafó – Haus für zeitgenössische Kunst und Armel Opera Festival, Ungarn

Der musikalische Ausgangspunkt dieser Oper ist Claudio Monteverdis Kampfesszene zwischen Tancredi und Clorinda aus dem Jahr 1638. Der zeitlose moralische und dramatische Hintergrund dieser Geschichte wird nach und nach aufgeschlüsselt. Dabei sind die folgenden Aspekte allesamt gleich wichtig: die klassisch anmutenden Gesangspartien der Sängerin und des Sängers, der etwas schlichtere und dadurch auch etwas natürlicher klingende Gesang der Schauspielerinnen und Schauspieler, die gesprochenen Texte sowie die Dynamik der jeweiligen Situationen, die sich aus dem Zusammenspiel der verschiedenen Personen auf der Bühne ergeben. Die dramatische Wirkung wird durch den Sprachen-Mix (Italienisch und Ungarisch) zusätzlich angeheizt.

Es handelt sich bei dieser Produktion weder um eine Adaptierung noch um eine Neufassung eines alten Stücks, sondern um ein völlig neues und eigenständiges Bühnenwerk. Die Komposition wird aus Elementen zeitgenössischer Musik gespeist, als literarische Grundlage dienen Schriften von Tasso und Sándor Tar.

Die erste Operninszenierung von Csaba Horváth wird zum allerersten Mal im MuTh und danach im Trafó – Haus für zeitgenössische Kunst in Budapest zu sehen sein.

„Away, No Matter Where“ ist eine Frucht der Zusammenarbeit des berühmten ungarischen Komponisten Marcell Dargay, dem Träger des Artisjus-Preises, mit dem Regisseur und Choreographen Csaba Horváth sowie den Künstlern seiner Forte Company. Vervollständigt wird das Team von einem Tenor und einer Mezzosopranistin sowie vom „Metrum Ensemble“ unter der künstlerischen Leitung von Lajos Rozmán.

Das Metrum Ensemble sieht alle musikalischen Darbietungen als eine Art Neuschöpfung an, die sich im Hier und Jetzt entfalten soll. Somit werden die Ensemble-Mitglieder zu „Koautoren“ der jeweiligen Stücke und haben ein reges Interesse daran, mit lebenden Autoren zusammenzuarbeiten. Rund 40 Musikstücke sind auf diese originelle Art und Weise schon uraufgeführt worden.

Die Mitglieder der Forte Company haben an der Ungarischen Universität für Theater- und Filmkunst sowie an der Ungarischen Tanzakademie studiert und arbeiten seit 2014 in der bestehenden Formation zusammen.

Die Zusammenarbeit zwischen der Forte Company und Trafó besteht seit mehreren Jahren: Seit 2008 wurden folgende Produktionen aufgeführt: Kalevala (2008), Göttliche Landschaften (2009), Warten auf Godot (2010), Jene schönen Tage (2010), Revolution (2011), Koto und Kaori (2012) sowie Peer Gynt (2013). Die erfolgreichste Zusammenarbeit ist aber sicher „Dein Reich“. Dieses Werk steht seit der Premiere im Jahr 2015 auf dem Spielplan. Die jüngste gemeinsame Produktion trägt den Titel „Vaterland“ (2018).

 

  • Schauspielerinnen und Schauspieler
  • László Fehér
  • Nóra Földeáki
  • Henrietta Hojsza
  • Barnabas Horkay
  • József Kádas
  • Csaba Krisztik
  • Norbert Nagy
  • Marton Pállak
  • Kristóf Widder
  • Opernsänger
  • Tenor: Zoltán Megyesi
  • Mezzosopran: Anna Molnár
  • Mitwirkende des Metrum Ensembles
  • Klavier: Marcell Dargay
  • Viola: Éva Farkas
  • Flöte: Anna Rákóczy
  • Flöte: Anna Petrovics
  • Violoncello: Balázs Kántor
  • Perkussion: Benedek Tóth
  • Kontrabass: Ernő Hock
  • Künstlerische Leitung: Lajos Rozmán
  • Komponist: Marcell Dargay
  • Libretto: Csaba Horváth
  • Libretto: Nóra Földeáki
  • Kostüme: Mari Benedek
  • Lichtgestaltung: Ferenc Payer
  • Produktionsleitung: Anna Kudron
  • Regieassistenz: Franciska Stangl
  • Regie: Csaba Horváth