Musik & Theater
MuTh

Foto: Irene Zandel Foto: Irene Zandel

Ladies Night
Barbara Moser (Klavier), Thomas Albertus Irnberger (Violine) und Wilhelm Sinkovicz (Moderation) in the MuTh

* abgespielt

Komponistinnen im Rampenlicht
Es moderiert der Erste Musikkritiker der Tageszeitung „Die Presse“ Dr. Wilhelm Sinkovicz.

Barbara Moser und Thomas Albertus Irnberger treten den Beweis an, dass einige Komponistinnen in ihrem Schaffen auch den genialsten männlichen Kollegen um nichts nachstanden. Von der heute ganz vergessenen, jung verstorbenen Schwedin Johanna Maier über die vielseitigste Begabung des 19. Jahrhunderts Pauline Viardot, die Deutsche Luisa Adolpha le Beau, ihres Zeichens Klavierschülerin Clara Schumanns und bekannt sowohl mit Brahms als auch mit Liszt, bis zur hochverehrten Vorreiterin Amy Beach, immerhin der allerersten Amerikanerin, die eine Symphonie schrieb.

Programm:
Pauline Viardot, Sonatine a-moll
Luise Adolpha le Beau, Romance op. 35
Amanda Röntgen-Maier, Sechs Stücke für Violine und Klavier
Amy Beach, Sonate  a-moll op.34

Kartenpreise: Kategorie A 35 € / B 30 € / C 25 €, Loge 45 €,
Kinder und Jugendliche A 20 € / B 15 € / C 9 €

  • Klavier: Barbara Moser
  • Violine: Thomas Albertus Irnberger
  • Moderation: Dr. Wilhelm Sinkovicz

Musikalität und Schaffensdrang
Handelte es sich um ein Album mit Werken männlicher Komponisten, so würde man vermutlich kein Wort über diese Tatsache verlieren. Der österreichische Geiger Thomas Albertus Irnberger und die Pianistin Barbara Moser haben für ihr Album „Ladies‘ Night” jedoch ganz bewusst den Fokus auf Künstlerinnen des 18., 19. und 20. Jahrhunderts gelegt und mit einer wohlüberlegten Auswahl von eher unbekannten Werken die sechs Komponistinnen Amy Beach, Luise Adolpha le Beau, Pauline Viardot-Garcia, Amanda Röntgen-Maier, Maria-Theresia Paradis und Dora Pejacevic porträtiert. Das Booklet verrät biographische Details zu den Künstlerinnen. Mehr als 40 Alben hat Thomas Albertus Irnberger bereits aufgenommen, und seine vielseitigen Produktionen zeichnen sich stets sowohl programmatisch als auch künstlerisch durch eine große Portion Musikalität mit Tiefgang aus. „Ladies‘ Night" setzt diese Reihe in jeder Hinsicht gelungen fort. (crecsendo)

"Zeit wird es, dass diese Werke endlich zum Repertoire gehören!" Susanne Pütz

Als "Beitrag zu mehr Geschlechter-Gerechtigkeit" verstehen die Pianistin Barbara Moser und der Geiger Thomas Albertus Irnberger ihre Zusammenarbeit im Dienste weiblichen Komponierens. In ihrer Auswahl von Komponistinnen bzw. auch gefeierten Interpretinnen verschiedener Länder gibt es wenige bekannte Namen und ausschließlich lohnende Werkentdeckungen. Die porträtierten Komponistinnen sind Amy Beach (USA), Luise Adolpha Le Beau (Deutschland), Pauline Viardot-Garcia (Frankreich), Amanda Röntgen-Maier (Schweden), Maria-Theresia Paradis (Österreich) und Dora Pejacevic (Kroatien). Bis auf die frühere Paradis reichen fast alle vom 19. ins frühe 20. Jahrhundert. Die beiden österreichischen Interpreten widmen sich dieser Rehabilitation mit hörbarer Freude an guter Musik. (Tiroler Tageszeitung, 19.02.2018)

Schon 2012 übrigens haben Irnberger und Moser eine Vorgängerinnen-CD eingespielt, mit dem programmatischen Titel „Den Männern ebenbürtig“. Da hört man eine wunderbar eigensinnige frühe Sonate von Ethel Smyth oder die schwungvoll-elegante, fein kontrastierende Deuxieme Sonate von Louise Farrenc, sechs farbige Salonstücke von Pauline Viardot-Garcia und eine Nocturne von Lili Boulanger - allesamt Zeugnisse für romantisch virtuos infizierte, exzellent ausgearbeitete und genießerisch zu hörende Kammermusik. Konzertveranstalter, traut euch! (Salzburger Nachrichten,