Musik & Theater
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Rutger Bregman, Foto: (C) Maartje ter Horst

Utopien für Realisten
Ist die Zeit reif für das bedingungslose Grundeinkommen? / Wiener Vorlesungen

* abgespielt

Jede zivilisatorische Errungenschaft – vom Ende der Sklaverei bis zum Beginn der Demokratie – war irgendwann eine utopische Fantasie. Neue utopische Ideen wie das bedingungslose Grundeinkommen und die 15-Stunden-Woche könnten bereits in absehbarer Zeit realisiert werden. Von einer kanadischen Stadt, die einstmals die Armut abschaffen konnte, bis zur Beinahe-Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens für Millionen von Menschen in den USA durch Richard Nixon nimmt uns Rutger Bregman in dieser Wiener Vorlesung auf einen Streifzug durch die Geschichte jenseits traditioneller politischer Interessen mit, um Ideen vorzustellen und zu diskutieren, deren Zeit er für gekommen hält.

Vortrag auf Englisch:
Rutger Bregman, Historiker und Autor, Niederlande

Anschließendes Panel mit
Rutger Bregman, Miriam Rehm, Juniorprofessorin für Empirische Ungleichheitsforschung am Institut für Sozioökonomie der Universität Duisburg-Essen, Armon Rezai, Professor für Sozioökonomie an der WU Wien, und Timothy Snyder, Historiker

Moderation: Birgit Dalheimer, Wissenschaftsredakteurin bei Ö1

Anmeldung erforderlich

Rutger Bregman hat vier Bücher zu historischen, philosophischen und wirtschaftlichen Themen publiziert. Die niederländische Ausgabe seines Titels „Utopien für Realisten“ wurde ein nationaler Bestseller und initiierte eine Bewegung für das bedingungslose Grundeinkommen, die international Schlagzeilen machte. Das Buch wurde bisher in 31 Sprachen übersetzt.

“Poverty isn’t a lack of character, it’s a lack of cash.” Rutger Bregman

Miriam Rehm ist Juniorprofessorin für Sozioökonomie mit Schwerpunkt Empirische Ungleichheitsforschung am Institut für Sozioökonomie der Universität Duisburg-Essen. Davor war sie Ökonomin in der Arbeiterkammer Wien. Sie hat bei internationalen Organisationen (z.B. ILO, UN DESA) und an Forschungszentren (SCEPA, WIFO) gearbeitet und u.a. an der NYU, der New School und der WU Wien unterrichtet.
Timothy Snyder ist Professor für Osteuropäische Geschichte an der Yale University (USA) und ein Permanent Fellow am Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) in Wien. Seine Publikationen wurden in 40 Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Hannah-Arendt-Preis und dem Leipziger Buchpreis für Europäische Verständigung. Zurzeit arbeitet er an einem philosophischen Buch zum Thema Freiheit.

Armon Rezai ist Makroökonom und befasst sich mit Fragen von Einkommensverteilung, Wirtschaftswachstum, und Nachhaltigkeit. In seiner Forschung analysiert er diese Gebiete gemeinsam, um Lösungsansätze zu entwickeln, die sozial und ökologisch verträglich sind. Damit diese keine Utopien bleiben, versucht er, möglichst viele der politischen Realität (und Trägheit) zu berücksichtigen.

  • Historiker und Autor: Rutger Bregman
  • Juniorprofessorin für Empirische Ungleichheitsforschung am Institut für Sozioökonomie der Universität Duisburg-Essen: Miriam Rehm
  • Professor für Sozioökonomie an der WU Wien: Armon Rezai
  • Historiker: Timothy Snyder