
WIDER DAS VERGESSEN. VERFOLGUNG UND AUFERSTEHUNG
Das MUK.sinfonieorchester spielt verfemte Musik | zu Gast im MuTh
Orchestermusik | Neue Musik | Klassik | Konzert | Erwachsene
Einen besonderen Konzertabend verspricht das MUK.sinfonieorchester in Kooperation mit dem Exilarte Zentrum der mdw mit der Aufführung von Werken von Julius Bürger, Wilhelm Grosz und Hans Winterberg: alles Komponisten, deren Werke im Nationalsozialismus als entartet und verfemt galten und dem Vergessen preisgegeben wurden. Winterbergs 1969 entstandenes mystisches Ballett Mandragora, zu Lebzeiten unaufgeführt, erlebt seine Uraufführung.
„Wahrheit und Dichtung in Tönen“ nannte Gustav Mahler seine 1888 entstandene Totenfeier, die er in seiner Symphonie Nr. 2, bekannt als „Auferstehungssymphonie“, als ersten Satz verwendet. An diesem Abend klingt sie wie eine Verbeugung über die Zeit hinweg: vor den Verfolgten, ihrer Kunst und dem, was nicht ausgelöscht werden konnte. Ein Konzert zwischen Verlust und Wiederentdeckung, Erinnerung und Aufbruch — ein Plädoyer für die unbezwingbare Kraft der Musik.
In Kooperation mit dem Exilarte Zentrum der mdw — Universität für Musik und darstellende Kunst.
Veranstalter: MUK - Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien
Fotocredit: Peter Kreitmeir
Wilhelm Grosz (1894—1939)
Ouvertüre zu einer Opera Buffa für Orchester op. 14 (1925)
Hans Winterberg (1901—1991)
Mandragora. Mystisches Ballett (1969)
Julius Bürger (1897—1995)
Zigeunerlied für Violine und Orchester (1932)
Gustav Mahler (1860—1911)
Totenfeier. Symphonische Dichtung für großes Orchester (1888)
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