Vorwort Elke Hesse

Liebes und treues Publikum, 

wir haben uns jetzt sehr lange nicht gesehen. Um so mehr freue ich mich, dass ich wenigstens auf diesem Wege wieder mit Ihnen, liebes Publikum, den Kontakt aufnehmen kann – denn es gibt tatsächlich Neues zu berichten aus unserem Haus. Das vergangene Jahr hat uns wahrlich einiges zugemutet, das kann man ohne Übertreibung so sagen. Aber wir haben auch viel gelernt, wir sind neugierig geblieben, wir haben so manches ausprobiert und wir haben uns selbst auf den Prüfstand gestellt.
Das vergangene Jahr, so schwierig es auch war, war auch ein sehr produktives Jahr. Mit dem hier vorliegenden Programmheft möchte ich Ihnen nun gerne das MuTh 2021 vorstellen. Das Offensichtlichste haben Sie natürlich längst bemerkt – wir haben ein neues Layout. Einerseits bemühen wir uns damit um mehr Klarheit und um eine bessere Übersicht, es ist darüber hinaus aber auch der sichtbare Ausdruck davon, dass unsere Haltung und unsere Position in der Wiener Kulturlandschaft mehr und mehr an Klarheit und Reputation gewinnt. Denn das MuTh ist der Ort, an dem sich Kunst und die Menschen so nahe kommen, wie nur selten sonst wo.

In diesem Sinne haben wir das letzte Jahr dazu genutzt, neue Formate auszuprobieren, wir haben offensiv und intensiv den Austausch mit vielen befreundeten Künstlerinnen und Künstlern gesucht und so wurde das MuTh, auch in geschlossenem Zustand, zu einem ganz lebendigen Ort. Es entstand beispielsweise das MuTh-Lab, bei dem Sie über Live-Stream unseren Künstlerinnen und Künstlern beim Proben und Experimentieren zuschauen können. Ein ganz neues Format, das Kunst nicht nur als konsumierbares Endprodukt versteht, sondern auch den Zugang zum Entstehen von Kunst ermöglicht. Für uns ein wunderbares Beispiel, wie die Nähe zum Publikum zu einer ganz konkreten, erlebbaren Wirklichkeit wird.

Im Programm 2021/22 findet sich diese Nähe wieder, beispielsweise in unserer neuen Reihe „Curated by …“. Dem MuTh und seinem Publikum besonders verbundene Künstlerinnen und Künstler kuratieren und gestalten einen eigenen Programmteil und machen so die Nähe zwischen Kunst und Publikum erlebbar, spürbar, unmittelbar. Ich persönlich bin sehr gespannt, wie dieses neue Programm bei Ihnen ankommt, wie Sie es aufnehmen werden und was wir in der neuen Saison, endlich wieder gemeinsam, alles erleben werden.

Und so bleibt eines dann doch so, wie es immer war, auch in der kommenden Saison werden wir unermüdlich nach dem Staunen suchen.

Ich freue mich auf Sie! (Sie glauben gar nicht, wie sehr)

Ihre Elke Hesse